Taube (nicht) auf dem Dach

Eigentlich hatten wir unseren letzten Donnerstag ganz anders eingeplant, aber es sollte wohl nicht so sein – noch am Abend zuvor schauten wir uns den Film PLÖTZLICH AUFS LAND – EINE TIERÄRZTIN IM BURGUND an und ahnten nicht, dass wir nur wenige Stunden später selber mit einer Tierpflege konfrontiert wurden:

Wir waren gerade frühmorgens beim Ausführen unserer beiden Hunde, als YOJO auf der an unserem Hause angrenzenden kleinen Wiese ein merkwürdiges graues Knäuel beschnupperte. Schnell stellte sich heraus, dass es sich hierbei um ein Tauben-Küken handelte, das wohl aus dem Nest gefallen oder gestoßen worden war. Wir haben viele Tauben bei uns, weiterhin auch Möwen, Raben, Elstern, Amseln, Sperlinge, Mauersegler, Fledermäuse usw.. Wir wohnen in der 11. Etage mit freiem Nord-Blick auf die Ostsee und Süd-Blick nach Rostock – hier befindet sich auch unser großer Balkon mit außerhalb angebrachten Balkonkästen. Vor einigen Jahren brüteten darin sogar Tauben und auch eine Eule hatte sich hier einmal niedergelassen …

Diese kleine Taube also war überhaupt noch nicht ausgereift und flugfähig, so dass wir ihr fachkundig helfen wollten. Aber weit gefehlt – wir hatten eine dreiviertel Stunde telefonisch versucht, verschiedene Tierschutzorganisationen, Tierarztpraxen usw. zu erreichen, und sind dann kurzerhand nach Rostock zum Tierschutzverein gefahren, der bis dahin telefonisch nicht zu erreichen war. Und hier wurde unsere Enttäuschung noch größer, als die dortige Mitarbeiterin uns gleich mit den Worten abwimmelte, sie seien überlastet und sie wolle sowieso am Wochenende wegfahren …

Angeblich sei diese Taube auch eine Wildtaube und dafür wohl der Wildtierschutz zuständig, wobei dessen Freiwilligkeit mehrfach betont wurde. Nun – von diesem Rostocker Tierschutzverein hatten wir seit 2011 nacheinander 3 Tierschutzhunde aufgenommen, aber dessen Mitarbeiter leider nie freundlich empfunden, wohingegen der Verein ProDogRomania mit seiner Pflegestelle OSTSEESCHNUTEN in Ribnitz-Damgarten, von dem wir später nacheinander auch 3 Hunde geholt haben, immer sehr herzlich war. Leider musste es einmal gesagt werden, dass uns der Rostocker Tierschutzverein wieder sehr enttäuscht hat …

Doch die kleine Taube sollte nicht darunter leiden und wir haben nun erst einmal selber mit der Handaufzucht begonnen. Nun hoffen wir, anderweitig einen fachkundigen Beistand zu finden, denn das Tier muss ja auch noch auf ein Leben in der freien Natur vorbereitet werden. Die Taube bekommt mehrmals täglich einen speziellen Aufzuchtbrei, wird längere Zeit in unseren Händen gewärmt, erhält zur Stärkung kleine REIKI-Behandlungen und wird mangels eines Vogelkäfigs behelfsweise in einer größeren Hundebox untergebracht:

Nachtrag (20.09.2026):

Wir haben heute Nachmittag das Tauben-Küken zu einer Pflegestelle des Taubenhilfe e.V. nach Gadebusch gebracht – hoffentlich kommt die Kleine durch. Die Anfahrt bei Sturm und Regen sowie die Rückfahrt waren recht anstrengend, aber was tut man nicht alles für schutzbedürftige Tiere. Tatsächlich handelt es sich um eine Wildtaube, was wir zunächst bezweifelt haben – unter anderem erkennbar am sehr dunklen Schnabelbereich. Das kleine Wesen war uns mittlerweile sehr lieb geworden und fehlt uns jetzt  – deshalb beten wir nun für die Kleine, dass sie gesund aufwachsen und dann in die Wildnis entlassen werden kann 🙏🙏🙏

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pfirsich-Eis

Als wir vor vielen Jahren unseren Kleingarten übernahmen, waren wir überrascht, dass hier auch 4 Pfirsichbäume standen, die darüber hinaus noch üppig Früchte trugen. Bis dahin dachten wir immer, dass Pfirsiche nur in südlichen Breiten gedeihen, aber dem ist offensichtlich nicht so. Mittlerweile haben wir nur noch 3 Pfirsichbäume, weil einer vermutlich durch unsachgemäßen Erziehungsschnitt eingegangen ist. Vielleicht hätten wir auch nur ein weiteres Jahr warten müssen, bis der Pfirsich am Boden wieder austreibt, denn er ist an sich sehr wuchsfreudig – nun hat an seiner Stelle ein junger Kirschbaum den Platz eingenommen und auch er trägt schon sehr schmackhafte Früchte …

Wie dem auch sei – die meisten Jahre hatten wir eine üppige Pfirsichernte, wobei wir so viele Früchte selber nicht verwerten konnten, so dass wir oftmals eine gewisse Menge verschenkten. Einlagern ist wegen des schnellen Zerfalls nicht möglich, Einwecken, Einfrieren und zu Konfitüre verarbeiten wegen unserer eingeschränkten Lagermöglichkeiten und auch des mäßigen Verzehrs auch nicht sinnvoll. Aber in diesem Jahr hatten wir wieder eine gute Ernte von dem einen Pfirsichbaum, der zuerst und dabei auch noch große Früchte trägt – die anderen Bäume tragen später etwas kleinere und dunklere Früchte. Nun – wohin mit der Ernte ?

Zum Verteilen (Verschenken) blieb überhaupt keine Zeit, doch die Früchte mussten jetzt sehr schnell verwertet werden. Nun hatten wir uns vor einigen Jahren eine kleinere SPRINGLANE-Eismaschine zugelegt, mit der 4 Eisportionen hergestellt werden können, und die kam jetzt zum Zuge: Ich musste dazu zunächst die Pfirsiche zu einem Fruchtmus zerkochen, denn  nach Hildegard von Bingen zählen rohe Pfirsiche zu den sogenannten Küchengiften, und mischte dann Schlagsahne und Zucker dazu, um eine Eis-Rohmasse zu erhalten. Dann wurde diese in die Eismaschine gefüllt, die uns nach gut 40 Minuten ein cremiges und sehr schmackhaftes Pfirsich-Eis „zauberte“ – nun schaut selbst:

Neue Hochbeete

Wir hatten im Garten noch nie Hochbeete, denn wir hielten diese ebenso für Mode-Erscheinungen, wie sogenannte Paletten-Möbel. Dennoch waren sie gerade deshalb eine Überlegung wert, weil wir uns seit mindesten zwei Jahren einer großen Schneckenplage ausgesetzt sehen: Gerade erst im Mai hatten wir mit Elan ein Gemüse- und ein Kartoffelbeet vorbereitet (siehe hier und hier), bepflanzt und mit einem umlaufenden Kupferdrahtgeflecht zu schützen versucht, doch in kürzester Zeit sind viele Jungpflanzen durch Schneckenfrass wieder vernichtet worden:

Dieses Problem haben aber auch alle Gärten in der Nachbarschaft, und während dessen die Einen Gift ausstreuen, sammeln die Anderen die Schnecken ab und verbringen sie in einen außerhalb der Kleingartenanlage verlaufenden Strassengraben. Aus unerfindlichen Gründen gibt es bei uns weder Igel, noch Kröten, geschweige denn Laufenten, die die Schnecken auffressen. Wir selber wollten jedoch nach dem Ahimsa-Prinzip handeln und die Schnecken von unseren Pflanzen mit geeigneten Mitteln lediglich abhalten. Da bisher auf dem Boden ausgestreuter Holzhäcksel und umlaufendes Kupfergeflecht nicht half, sollten nun höhere und für die Schnecken unüberwindbare Barrieren geschaffen werden, und dafür boten sich Hochbeete geradezu an …

Wir haben also erst einmal 3 Hochbeet-Rahmen gekauft und mit Leinöl-haltiger Schwedenfarbe zweimalig konserviert. Die Rahmen werden oben noch mit umlaufenden rauhflächigen Winkeln und Kupferdrahtgeflecht versehen, was ein weiteres Aufkriechen der Schnecken verhindern soll:

Dann haben wir die befallenen und vernichteten Beete gerodet und den zwischenzeitlich angefallenen und aufbereiteten Grünschnitt gesammelt:

Nun haben wir zunächst die Hochbeet-Rahmen ausgelegt und die „Claims“ abgesteckt. Es stellte sich dabei heraus, dass noch ein wenig zusätzliche Randfläche gerodet werden musste. Aber dann ging’s los: Die Claims wurden ca. 15 cm tief ausgehoben, darin eine Schicht grober Kompost und darüber der aufbereitete feine Grünschnitt aufgeschichtet. Jetzt wurde jeweils der Hochbeet-Rahmen darüber gesetzt und das neue Beet mit der zuvor ausgehobenen Erde wieder aufgefüllt. Schlussendlich wurden die Hochbeet-Rahmen zur Schneckenabwehr mit umlaufenden rauhflächigen Winkeln und Kupferdrahtgeflecht versehen und die Beete können nun für einen neuen Pflanzenanbau genutzt werden:

Grünschnitt-Verwertung

Von einem authentischen Kleingärtner erwartet man, sich rundum mit der Natur zu arrangieren, aber dem ist leider kaum mehr so: Die Kleingartenanlagen entwickeln sich zu Bungalow-Siedlungen mit Übernachtungs-Möglichkeiten und entsprechenden Bequemlichkeiten. In den bis an die Zulässigkeitsgrenzen ausgebauten Lauben findet man mit Stolz präsentierte Wohn- und Schlafzimmer mit Satelliten- und TV-Anschluss, Küchen mit Kühlschränken und Kochgelegenheiten, und WC’s mit Dusche, eventuell sogar Waschmaschine. Derartige (zumeist gepachtete) „Immobilien“ vermietet man gerne auch mal an gewisse Gäste, und da stört dann auch ein althergebrachtes Kleingarten-Feeling …

Man will nur noch trockenen Weges zur Laube gelangen und abends unter einer überbauten Veranda den Grill betreiben. Der Anblick einer Kompost-Box stört dann „natürlich“, und das Umsetzen von kompostiertem Schnittgut ist sowieso nur mühsam. Hingegen erscheint es weniger mühsam, das Schnittgut immer wieder zusammenzukehren und mit dem Auto in großen Säcken zum Recyclinghof zu bringen. Welch eine Ressourcenverschwendung ! Aber diese Art von „Kleingärtnern“ sind schon „von einer anderen Welt“ und nicht wirklich mehr authentisch naturverbunden …

Wir haben beispielsweise einen älteren Gartennachbarn, der sich in die naturnahe Bewirtschaftung unseres Kleingartens ständig einmischt, uns zuweilen zu bevormunden versucht und immer wieder die andere Nachbarschaft gegen uns aufhetzt. Auf seinen mit Bandmaß ausgerichteten Beeten wachsen die Pflanzen „nach Ansage“, Gänseblümchen werden grundsätzlich ausgestochen, der Rasen so kurz unterhalb der Erdoberfläche gemäht, dass er schnell verbrannt ist. In trockenen Jahren verdorrte ein großer Teil seiner geplanten Ernte, wohingegen bei uns wegen der Mischkulturen und des Mulchens alles feuchter und erhalten blieb …

Bei uns wird das (zumeist sogar essbare) „Unkraut“ noch seltener gejätet und der Rasen wird auch seltener gemäht. Wir möchten jetzt einmal zeigen, wie effektiv und natürlich wir mit unserem Grünschnitt umgehen:

Im Frühjahr werden die im Herbst zuvor geschnittenen und über den Winter für Kleingetier (z.B. Igel) angehäuften Zweige und Äste gehäckselt und dann auf dem Hauptweg ausgebreitet. Hier geht es sich dann wie auf einem Waldweg, nämlich weich und überwiegend trocken (siehe auch hier). Während dessen diese Maßnahme nur einmal im Jahr vorkommt, so sind die Beet-Pflege (Jäten) und das Mähen mehrmals im Jahr notwendig – und dabei fällt schon eine Menge Grünschnitt an. Vor Jahren, als wir den Kleingarten übernommen hatten, fühlten wir uns mit diesen Arbeit schnell überfordert und die Komposter waren auch schnell überfüllt. Mit der Zeit jedoch wird man einfallsreicher und nutzt auch Erfahrungen anderer Kleingärtner (in diesem Falle nicht aus unserer Anlage) nach. Und was war nun die Lösung … ?

Wir lassen erst einmal sämtlichen Grünschnitt vom Mähen und Jäten auf den umliegenden Rasenflächen oder vor den Kompostern liegen und gehen dann mit dem Rasenmäher darüber. Das entstandene Häcksel-Gut darf dort dann noch ein paar Tage zum Abtrocknen ruhen und wird später zum Mulchen genutzt oder auf die Komposter geworfen, wo es aufgrund seiner Kleinteiligkeit platzsparend und schnell verrottet. Alles, was in unserem Garten entstand, bleibt also auch im Garten – diese Methode ist wirklich nachhaltig und wegen der vermiedenen Transporte zum Recyclinghof auch umweltschonend:

Diese Form der Bewirtschaftung erinnert uns gleich wieder an die Arbeit der Bergbauern, denen wir in unseren Bayern-Urlauben bei der Wiesen-Mahd oftmals zugeschaut haben …

Gemüseanbau 2025

In den Vorjahren infolge der umfangreichen Arbeiten an der Gartenlaube etwas vernachlässigt, haben wir in diesem Jahr dem Gemüseanbau mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Zunächst musste das dafür vorgesehene Beet aufwändig vorbereitet werden (dabei wurden noch ein paar Beinwell-Wurzeln „geerntet“) und dann kamen die zwischenzeitlich auf unserem Balkon vorgezogenen Pflanzen in die Erde. Und was bauen wir nun an … ?

Bisher haben wir 2 x Salatkurken, 1 x Freilandkurken, 3 x Zuccini und 4 x Süßkartoffeln eingepflanzt. Und es ist auf dem Beet noch genug Platz für Zwiebeln, (voraussichtlich) Bohnen und … wir wissen’s leider noch nicht. Es besteht ja auch noch die Möglichkeit, zwischen den Apfel- und Pfirsichbäumen Rankbohnen anzubauen, wenn’s uns packt, und da wir nun vier geräumige Komposthorden haben, wären hier auch noch Kürbisse und Ähnliches denkbar. Aber nun haben wir erst einmal einen Anfang gemacht:

Die Pflanzen haben wir erstmals mit einem umlaufenden Kupferdrahtgeflecht vor den Nacktschnecken geschützt und Rindenmulch untergestreut, denn Beides mögen diese Schnecken nicht. In ein paar Tagen werden wir zum Pflanzenschutz auch noch eine Neem-Emulsion versprühen, die auch für unsere Obstbäume vorgesehen ist …   

Kartoffelanbau 2025

Wir hatten in den Vorjahren immer wieder mal versucht, ein paar Kartoffeln anzubauen, und diese dann etwas wahllos auf unserem kleinen Mittelbeet ausgelegt. Tatsächlich konnten wir auch Kartoffeln ernten und essen, aber es war eben immer auch nur eine Nebentätigkeit, da wir mehr mit der Reparatur und Renovierung unserer Gartenlaube beschäftigt waren. Im Grunde genommen lastete diese Arbeit hauptsächlich auf meinem Partner, da wir unseren beiden älteren Hunde den Weg in unseren Garten nicht mehr zumuten wollten und ich mich zu Hause intensiv um deren Pflege kümmerte – aber das ist wieder ein anderes Thema …

In diesem Jahr wollen wir’s nun etwas vernünftiger angehen, denn die Laube ist ja fertig. Also haben wir uns noch einmal etwas näher damit befasst, wie Kartoffeln korrekter angebaut werden, die z.V. stehende Pflanzfläche aufgemessen, den Bedarf an Saatkartoffeln ermittelt, das Beet vorbereitet und dann die Saatkartoffeln gelegt. Da solche im Gartenbaucenter nicht mehr vorrätig waren, haben wir handelsübliche Kartoffeln mehrere Tage lang in der Sonne vorkeimen lassen – in den Vorjahren hatten wir für den Anbau auch keine anderen Kartoffeln verwendet, und so wird’s mit diesen auch klappen:

Saisonstart 2025

Nachdem wir in den Vorjahren mit der Reparatur und Renovierung unserer Gartenlaube so ziemlich ausgelastet waren, werden wir in diesem Jahr unseren Garten etwas entspannter genießen können. Zum Saisonende 2024 hatten wir noch alle Obstbäume geschnitten und mussten leider auch einen Birnenbaum ausgraben, dessen Wurzeln offensichtlich von Wühlmäusen stark beschädigt worden sind – er hatte noch einige sehr schöne Birnen getragen, war aber absolut nicht mehr standfest …

Wie in jedem Jahr, haben wir nun die über den Winter für Igel und andere Kleintiere angehäuften Äste und Zweige erst einmal gehäckselt und auf dem Hauptweg ausgebracht, womit wir wieder etwas mehr Platz gewannen:

Die hintere Hecke, die wir zum Schutz der Vögel über den Winter nicht angetastet hatten, brauchte dann noch einen Formschnitt, bevor solche Arbeiten über die Saison nicht mehr ausgeführt werden dürfen:

Mittlerweile waren drei Holzkomposter derart in die Jahre gekommen und auch irreparabel, dass wir sie vollständig ersetzen mussten. Auf ein Umsetzen und Aussieben der Kompost-Erde haben wir jedoch in diesem Jahr erstmalig verzichtet:

Schlussendlich wurde nun wieder der Rasen gemäht, wobei wir die mittendrin herausgewachsenen Blumen bis zum Verblühen erst einmal stehen lassen – der Garten gewinnt dadurch einen ganz besonderen Charme:

Neuer Außenanstrich 2024

Bereits seit Jahren geplant, aber ohne die notwendigen vorausgehenden Abriss- und Reparatur-Arbeiten noch völlig unsinnig, haben wir in diesem Frühjahr endlich mit einem neuen Außenanstrich unserer Gartenlaube begonnen. Der Geräteschuppen, die Terrassenwände sowie der umlaufende Dachkasten waren nun völlig erneuert worden, so dass jetzt die Malerarbeiten unter Berücksichtigung der Vegetationsabläufe und der Terrassennutzung in einer ganz bestimmten Reihenfolge eingeplant werden musste:

Zunächst waren hier die West- und die Südseite der Laube fällig, bevor der Wein ausschlägt, die Laubenwände überwuchert und auch die Familie die sonnige Terrassenfläche nutzt. Das endgültige Farbkonzept stand nun fest, die Schwedenfarbe war auch schon beschafft – nun musste die Laube nur noch einmal rundherum mit Hochdruck vorgereinigt werden, bevor dann ein Erstanstrich erfolgen konnte:

Dann begann der Erstanstrich auf der Westseite und zog sich über die Süd- bzw. Terrassen-Seite gen Osten fort:

Weiter ging es über die Ostseite und dann zur Nord- bzw. Geräteschuppen-Seite. Eigentlich sollte ja auch mal die Nebentür auf der Ostseite völlig erneuert werden, aber sie ließ sich nach der Entfernung einer alten Insektenschutzgaze und dem Ausspachteln größerer Löcher, die ehemals beim Einbau des kleinen Fensters entstanden waren, noch ganz gut aufarbeiten. Das für die Anfertigung einer neuen Tür notwendige Geld konnt nun für die zwischengeschobene Reparatur des Schuppendachs umdisponiert werden:

Nach dem kompletten Aufbringen eines zweiten Farbanstrichs war endlich der Geräteschuppen dran. Zunächst musste noch die Dachpappe beschnitten und einige Fehlstellen im Holz ausgespachtelt werden. Danach wurden die Seitenwände, die Front und die Türen mit einem Erstanstrich versehen:

Da sich die weißen PVC-Fenster auf der östlichen und westlichen Lauben-Stirnseite auf dem hellgrünen Hintergrund nicht kräftig genug abgehoben haben, wurden für sie noch dunkelgrüne Abblendleisten angefertigt und aufgeschraubt. Damit kann sich die Gartenlaube im neuen Outfit schon einmal sehen lassen:

Nach dem Entfernen des Malerkreppbandes sind auf dem dunkelgrünen Untergrund (insbesondere Fensterrahmen) einige Fehlstellen entstanden – vermutlich hatte die Sommerhitze dafür gesorgt, dass der Kleber des Kreppbandes mit der Leinöl-haltigen Schwedenfarbe eine Verbindung eingegangen ist, aber vielleicht hätte der alte Farbuntergrund auch noch besonders vorbehandelt werden müssen ? Diese Fehlstellen wurden zwischzeitlich ausgebessert.

Und wie ging’s nun weiter ? Es mussten noch die bis dahin zurückgestelten zwei Holzfenster dunkelgrün und rundherum die Terrassenwände hellgrün gestrichen werden – damit waren wir mit allen Malerarbeiten im Außen durch:

Insgesamt hatten wir vier Jahre gebraucht, um die Laube schrittweise rundum zu reparieren und schlussendlich mit einem neuen Anstrich zu versehen – das Ergebnis kann sich nun sehen lassen. Zur Krönung bekam die West-Fassade dann noch ein neues Hausnummern-Schild sowie eine Krishna-Tafel:

Reparatur Schuppendach 2024

Bereits in den letzten Jahren haben wir so nebenbei bemerkt, dass das Dach des Geräteschuppens leicht beschädigt sein müsste, aber im Rahmen der äußeren Malerarbeiten oberhalb des Schuppens wurde uns das wirkliche Ausmaß bewusst: Es gab zwei größere Auswaschungen an der Dachpappe infolge zweier Undichtigkeiten in der darüber verlaufenden Dachrinne …

Nun hatten wir zuvor ja schon an der Gartenlaube aufwändig den umlaufenden Dachkasten repariert, der die Seitenbereiche unter dem Wellasbest-Dach und dem darunter liegenden Teer-Dach schützt – mit anderen Worten gibt es hier also zwei übereinander liegende Dachflächen und einen dazwischen liegenden Drempel mit einem insgesamt hervorragenden Wärme- und Nässeschutz. Dieser Aufbau sollte uns dann als Vorlage für die Dachreparatur des Geräteschuppens dienen, d.h. es sollte ein neues Dach aus einem robusten Material über die Dachpappe gelegt werden. Wir haben uns hier recht bald für eine (recyclebare) Trapezblech-Ausführung entgegen einer (schwer recyclebaren) Wellplaste-Ausführung entschieden:

Gesagt – getan. Nach dem genauen Aufmaß, der Skizzierung der Konstruktion und der Material-Beschaffung begannen wir mit der Vormontage des großen Dachpanels aus 3 Trapezblechen und umlaufenden Alu-Winkeln. Die Winkel sollten dem Panel nicht nur eine bessere Steifigkeit verleihen, sondern auch die scharfkantigen Blechränder abschirmen, um bösartige Verletzungen bei versehentlichen Berührungen zu vermeiden. Alle Dinge brauchen so ihre Zeit, aber die Vormontage wurde durch eine defekte Nietzange, in der sich die abgekniffenen Nietnägel immer wieder verklemmten, außerordentlich verzögert. Eine aus dem Baumarkt kurzfristig beschaffte neue und bessere Nietzange verschafte dann auch schnell Abhilfe und das vorgefertige Dachpanel wurde danach vorübergehend geschützt eingelagert:

Schlussendlich musste nur noch das Panel auf’s Schuppendach. Um die Panel-Unterseite durch die vorhandene Dachpappe nicht zu beschädigen und einen belüfteten Zwischenraum (wie beim Laubendach) zu erhalten, schnitten wir noch eine dünne Bautenschutzmatte aus recyceltem Gummi in passende Streifen und legten diese zunächst auf dem alten Dach in passenden Abständen aus. Nun wurden ins vormontierte Dachpanel in regelmäßigen Abständen Bohrungen für die (Spengler-) Befestigungs-Schrauben eingebracht und dann das gesamte Panel auf’s Dach mit den untergelegten Gummistreifen gehoben. Hier mussten das Panel und die darunter liegenden Gummistreifen noch etwas gleichmäßiger ausgerichtet werden, und dann wurde das neue Dach mit zahlreichen Spenglerschrauben gut befestigt – das Ergebnis kann sich jetzt auch sehen lassen: