Heckenschnitt

Es ist ja eigentlich nichts Besonderes, im Jahr 1-2 Mal eine Hecke zu schneiden, aber in unserem Garten schon, denn sie besteht aus (verschiedenen) immergrünen Koniferen, die einst vom ersten Gartenbesitzer gepflanzt wurden, und der Grünschnitt lässt sich wegen der enthaltenen ätherischen Öle nicht ganz so einfach kompostieren. Da wir den Heckenschnitt im letzten Jahr nicht mehr geschafft hatten und die Ausmaße der Hecke ohnehin schon übermäßig waren, musste nun endlich einmal Hand angelegt werden …

Zuvor gab es auch Überlegungen, diese Hecke gänzlich zu roden, aber der damit verbundene Aufwand und die höheren Kosten für einen geeigneten Ersatz (z.B. Zaun mit Vorpflanzungen) haben uns davon abgehalten. Außerdem wird die Hecke gerne von Singvögeln zum Brüten und Überwintern genutzt, was wir auf keinen Fall behindern wollten, so dass diese Hecke erhalten werden musste. Angesichts des zu erwartenden Aufwandes kam noch die Überlegung auf, den Rückschnitt von einem Fachbetrieb ausführen zu lassen, aber für ca. 6 Meter Hecke incl. Grünschnitt-Entsorgung nahezu 500,- EUR (gemäß Angebot) auf denn Tisch zu legen, war uns dann doch zu viel, und so mussten wir also selber ran:

Zunächst wurden die Innenseite und dann die Oberseite geschnitten, danach mangels eines modernen Linienlasers mit einer Schnur die Höhe auf 1,80 Meter abgesteckt und die Hecke partiell (zu „Schießscharten“) herunter geschnitten, um weitere Höhenorientierungen zu erhalten. Nun kam die Rückseite (zum hinteren Nachbarn) dran und die Oberseite wurde dann auch hier angepasst. An manchen Stellen mussten jetzt noch einige Unebenheiten „geglättet“ werden, wobei wir uns darüber im Klaren waren, dass die Hecke ohnehin wieder unregelmäßig austreiben wird – also nicht so genau wie möglich, sondern so genau wie nötig. Schlussendlich ist der Bodenbereich unter der Hecke noch freigeschnitten und ausgeräumt worden …

Die Entsorgung der großen Grünschnittmenge hatte uns anfangs viel Kopfzerbrechen bereitet, denn ein Kompostieren kam für uns ausnahmsweise nicht in Frage (s.o.), aber tatsächlich ist es uns gelungen, die für den Gemeinschaftseinsatz in unserer Gartenanlage gerade zur Verfügung stehenden Container mitzunutzen: Es wurden 6 Schubkarren-Fuhren mit jeweils 2 zusätzlichen 90-Liter-Mörtelkübeln entsorgt, insgesamt also ca. 18 Schubkarren-Ladungen – was sind wir froh, diese unliebsamen Arbeiten nun erfolgreich zum Abschluss gebracht zu haben.

Reparatur Trinkwasserleitung

Wenngleich nicht nach jedem Winter, so doch auch nicht das erste Mal, sahen wir uns nach der Wiederinbetriebnahme der Trinkwasserversorgung in der Gartenanlage wieder mit einem Rohrbruch konfrontiert. Zum Jahresende 2025 hatten wir das gesamte System entleert, d.h. alle Warmwasserboiler und alle Zuleitungen bis hin zum Hauptabsperrventil und der Wasseruhr. Leider können wir das System auch nur dort entleeren, weil eine Auslaufarmatur an der tiefsten Stelle des Rohleitungssystems, die sich im Kriechkeller unterhalb der Laube befindet, nicht vorhanden ist. Hier gibt es ein verzinktes 1/2″-Stahlrohr, von dem dann aufwärts Kupferrohre in die Toilette und in die Küche geführt werden, und diese Leitung könnte man eventuell durchtrennen, um ein absperrbares Auslaufventil einzufügen, aber das übersteigt an dieser Stelle dann doch unsere handwerklichen Möglichkeiten …

Nun gut – es gab also wieder ein Leck, und zwar nicht (wie oftmals) an einer Lötmuffe, sondern in Form eines Risses in einem Kupferkrümmer unterhalb der Küchenspüle. Da wir uns bei baulichen Reparaturen und Renovierungen bisher auf das Äußere der Gartenlaube konzentriert hatten, war der Wasserschaden in der Küche, der bei der Wiederinbetriebnahme der Wasserversorgung entstand, nur gering und verschmerzbar – man kann das auf Galeriebildern auch gut nachvollziehen …

Wie in den Jahren zuvor noch, stand uns ein qualifizierter Handwerker aus Alters- und gesundheitlichen Gründen leider nicht mehr zur Verfügung, so dass wir zur Selbsthilfe greifen mussten. Nach dem Studium mehrere Videos im Internet war bald klar, dass wir die Reparaturen auch selber durchführen könnten – wir brauchten dafür nur das passende Material und geeignetes Werkzeug. Die Materialliste war dann auch bald zusammengestellt und das geeignete Werkzeug ausgewählt, so dass wir alles schnell über’s Internet beziehen konnten … und dann ging’s ans Werk …

Das schadhafte Rohrstück wurde herausgetrennt und eine neues Rohrstück zusammengesetzt und schrittweise eingefügt. Leider hielt diese neue Leitung an einer Pressmuffe nicht dicht, so dass wir ein neues Teilstück anfertigen und einsetzen mussten – der gewählte neue Leitungsweg unter der Spüle erwies sich für uns sogar als noch vorteilhafter, d.h. er ist für Reparaturen und auch das Abstellen von 20-l-Wasserkanistern für den Winterbedarf zugänglicher. Und hier nun einige Impressionen vom gesamten Reparaturverlauf:

Neue Hochbeete

Wir hatten im Garten noch nie Hochbeete, denn wir hielten diese ebenso für Mode-Erscheinungen, wie sogenannte Paletten-Möbel. Dennoch waren sie gerade deshalb eine Überlegung wert, weil wir uns seit mindesten zwei Jahren einer großen Schneckenplage ausgesetzt sehen: Gerade erst im Mai hatten wir mit Elan ein Gemüse- und ein Kartoffelbeet vorbereitet (siehe hier und hier), bepflanzt und mit einem umlaufenden Kupferdrahtgeflecht zu schützen versucht, doch in kürzester Zeit sind viele Jungpflanzen durch Schneckenfrass wieder vernichtet worden:

Dieses Problem haben aber auch alle Gärten in der Nachbarschaft, und während dessen die Einen Gift ausstreuen, sammeln die Anderen die Schnecken ab und verbringen sie in einen außerhalb der Kleingartenanlage verlaufenden Strassengraben. Aus unerfindlichen Gründen gibt es bei uns weder Igel, noch Kröten, geschweige denn Laufenten, die die Schnecken auffressen. Wir selber wollten jedoch nach dem Ahimsa-Prinzip handeln und die Schnecken von unseren Pflanzen mit geeigneten Mitteln lediglich abhalten. Da bisher auf dem Boden ausgestreuter Holzhäcksel und umlaufendes Kupfergeflecht nicht half, sollten nun höhere und für die Schnecken unüberwindbare Barrieren geschaffen werden, und dafür boten sich Hochbeete geradezu an …

Wir haben also erst einmal 3 Hochbeet-Rahmen gekauft und mit Leinöl-haltiger Schwedenfarbe zweimalig konserviert. Die Rahmen werden oben noch mit umlaufenden rauhflächigen Winkeln und Kupferdrahtgeflecht versehen, was ein weiteres Aufkriechen der Schnecken verhindern soll:

Dann haben wir die befallenen und vernichteten Beete gerodet und den zwischenzeitlich angefallenen und aufbereiteten Grünschnitt gesammelt:

Nun haben wir zunächst die Hochbeet-Rahmen ausgelegt und die „Claims“ abgesteckt. Es stellte sich dabei heraus, dass noch ein wenig zusätzliche Randfläche gerodet werden musste. Aber dann ging’s los: Die Claims wurden ca. 15 cm tief ausgehoben, darin eine Schicht grober Kompost und darüber der aufbereitete feine Grünschnitt aufgeschichtet. Jetzt wurde jeweils der Hochbeet-Rahmen darüber gesetzt und das neue Beet mit der zuvor ausgehobenen Erde wieder aufgefüllt. Schlussendlich wurden die Hochbeet-Rahmen zur Schneckenabwehr mit umlaufenden rauhflächigen Winkeln und Kupferdrahtgeflecht versehen und die Beete können nun für einen neuen Pflanzenanbau genutzt werden:

Grünschnitt-Verwertung

Von einem authentischen Kleingärtner erwartet man, sich rundum mit der Natur zu arrangieren, aber dem ist leider kaum mehr so: Die Kleingartenanlagen entwickeln sich zu Bungalow-Siedlungen mit Übernachtungs-Möglichkeiten und entsprechenden Bequemlichkeiten. In den bis an die Zulässigkeitsgrenzen ausgebauten Lauben findet man mit Stolz präsentierte Wohn- und Schlafzimmer mit Satelliten- und TV-Anschluss, Küchen mit Kühlschränken und Kochgelegenheiten, und WC’s mit Dusche, eventuell sogar Waschmaschine. Derartige (zumeist gepachtete) „Immobilien“ vermietet man gerne auch mal an gewisse Gäste, und da stört dann auch ein althergebrachtes Kleingarten-Feeling …

Man will nur noch trockenen Weges zur Laube gelangen und abends unter einer überbauten Veranda den Grill betreiben. Der Anblick einer Kompost-Box stört dann „natürlich“, und das Umsetzen von kompostiertem Schnittgut ist sowieso nur mühsam. Hingegen erscheint es weniger mühsam, das Schnittgut immer wieder zusammenzukehren und mit dem Auto in großen Säcken zum Recyclinghof zu bringen. Welch eine Ressourcenverschwendung ! Aber diese Art von „Kleingärtnern“ sind schon „von einer anderen Welt“ und nicht wirklich mehr authentisch naturverbunden …

Wir haben beispielsweise einen älteren Gartennachbarn, der sich in die naturnahe Bewirtschaftung unseres Kleingartens ständig einmischt, uns zuweilen zu bevormunden versucht und immer wieder die andere Nachbarschaft gegen uns aufhetzt. Auf seinen mit Bandmaß ausgerichteten Beeten wachsen die Pflanzen „nach Ansage“, Gänseblümchen werden grundsätzlich ausgestochen, der Rasen so kurz unterhalb der Erdoberfläche gemäht, dass er schnell verbrannt ist. In trockenen Jahren verdorrte ein großer Teil seiner geplanten Ernte, wohingegen bei uns wegen der Mischkulturen und des Mulchens alles feuchter und erhalten blieb …

Bei uns wird das (zumeist sogar essbare) „Unkraut“ noch seltener gejätet und der Rasen wird auch seltener gemäht. Wir möchten jetzt einmal zeigen, wie effektiv und natürlich wir mit unserem Grünschnitt umgehen:

Im Frühjahr werden die im Herbst zuvor geschnittenen und über den Winter für Kleingetier (z.B. Igel) angehäuften Zweige und Äste gehäckselt und dann auf dem Hauptweg ausgebreitet. Hier geht es sich dann wie auf einem Waldweg, nämlich weich und überwiegend trocken (siehe auch hier). Während dessen diese Maßnahme nur einmal im Jahr vorkommt, so sind die Beet-Pflege (Jäten) und das Mähen mehrmals im Jahr notwendig – und dabei fällt schon eine Menge Grünschnitt an. Vor Jahren, als wir den Kleingarten übernommen hatten, fühlten wir uns mit diesen Arbeit schnell überfordert und die Komposter waren auch schnell überfüllt. Mit der Zeit jedoch wird man einfallsreicher und nutzt auch Erfahrungen anderer Kleingärtner (in diesem Falle nicht aus unserer Anlage) nach. Und was war nun die Lösung … ?

Wir lassen erst einmal sämtlichen Grünschnitt vom Mähen und Jäten auf den umliegenden Rasenflächen oder vor den Kompostern liegen und gehen dann mit dem Rasenmäher darüber. Das entstandene Häcksel-Gut darf dort dann noch ein paar Tage zum Abtrocknen ruhen und wird später zum Mulchen genutzt oder auf die Komposter geworfen, wo es aufgrund seiner Kleinteiligkeit platzsparend und schnell verrottet. Alles, was in unserem Garten entstand, bleibt also auch im Garten – diese Methode ist wirklich nachhaltig und wegen der vermiedenen Transporte zum Recyclinghof auch umweltschonend:

Diese Form der Bewirtschaftung erinnert uns gleich wieder an die Arbeit der Bergbauern, denen wir in unseren Bayern-Urlauben bei der Wiesen-Mahd oftmals zugeschaut haben …

Gemüseanbau 2025

In den Vorjahren infolge der umfangreichen Arbeiten an der Gartenlaube etwas vernachlässigt, haben wir in diesem Jahr dem Gemüseanbau mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Zunächst musste das dafür vorgesehene Beet aufwändig vorbereitet werden (dabei wurden noch ein paar Beinwell-Wurzeln „geerntet“) und dann kamen die zwischenzeitlich auf unserem Balkon vorgezogenen Pflanzen in die Erde. Und was bauen wir nun an … ?

Bisher haben wir 2 x Salatkurken, 1 x Freilandkurken, 3 x Zuccini und 4 x Süßkartoffeln eingepflanzt. Und es ist auf dem Beet noch genug Platz für Zwiebeln, (voraussichtlich) Bohnen und … wir wissen’s leider noch nicht. Es besteht ja auch noch die Möglichkeit, zwischen den Apfel- und Pfirsichbäumen Rankbohnen anzubauen, wenn’s uns packt, und da wir nun vier geräumige Komposthorden haben, wären hier auch noch Kürbisse und Ähnliches denkbar. Aber nun haben wir erst einmal einen Anfang gemacht:

Die Pflanzen haben wir erstmals mit einem umlaufenden Kupferdrahtgeflecht vor den Nacktschnecken geschützt und Rindenmulch untergestreut, denn Beides mögen diese Schnecken nicht. In ein paar Tagen werden wir zum Pflanzenschutz auch noch eine Neem-Emulsion versprühen, die auch für unsere Obstbäume vorgesehen ist …   

Kartoffelanbau 2025

Wir hatten in den Vorjahren immer wieder mal versucht, ein paar Kartoffeln anzubauen, und diese dann etwas wahllos auf unserem kleinen Mittelbeet ausgelegt. Tatsächlich konnten wir auch Kartoffeln ernten und essen, aber es war eben immer auch nur eine Nebentätigkeit, da wir mehr mit der Reparatur und Renovierung unserer Gartenlaube beschäftigt waren. Im Grunde genommen lastete diese Arbeit hauptsächlich auf meinem Partner, da wir unseren beiden älteren Hunde den Weg in unseren Garten nicht mehr zumuten wollten und ich mich zu Hause intensiv um deren Pflege kümmerte – aber das ist wieder ein anderes Thema …

In diesem Jahr wollen wir’s nun etwas vernünftiger angehen, denn die Laube ist ja fertig. Also haben wir uns noch einmal etwas näher damit befasst, wie Kartoffeln korrekter angebaut werden, die z.V. stehende Pflanzfläche aufgemessen, den Bedarf an Saatkartoffeln ermittelt, das Beet vorbereitet und dann die Saatkartoffeln gelegt. Da solche im Gartenbaucenter nicht mehr vorrätig waren, haben wir handelsübliche Kartoffeln mehrere Tage lang in der Sonne vorkeimen lassen – in den Vorjahren hatten wir für den Anbau auch keine anderen Kartoffeln verwendet, und so wird’s mit diesen auch klappen:

Saisonstart 2025

Nachdem wir in den Vorjahren mit der Reparatur und Renovierung unserer Gartenlaube so ziemlich ausgelastet waren, werden wir in diesem Jahr unseren Garten etwas entspannter genießen können. Zum Saisonende 2024 hatten wir noch alle Obstbäume geschnitten und mussten leider auch einen Birnenbaum ausgraben, dessen Wurzeln offensichtlich von Wühlmäusen stark beschädigt worden sind – er hatte noch einige sehr schöne Birnen getragen, war aber absolut nicht mehr standfest …

Wie in jedem Jahr, haben wir nun die über den Winter für Igel und andere Kleintiere angehäuften Äste und Zweige erst einmal gehäckselt und auf dem Hauptweg ausgebracht, womit wir wieder etwas mehr Platz gewannen:

Die hintere Hecke, die wir zum Schutz der Vögel über den Winter nicht angetastet hatten, brauchte dann noch einen Formschnitt, bevor solche Arbeiten über die Saison nicht mehr ausgeführt werden dürfen:

Mittlerweile waren drei Holzkomposter derart in die Jahre gekommen und auch irreparabel, dass wir sie vollständig ersetzen mussten. Auf ein Umsetzen und Aussieben der Kompost-Erde haben wir jedoch in diesem Jahr erstmalig verzichtet:

Schlussendlich wurde nun wieder der Rasen gemäht, wobei wir die mittendrin herausgewachsenen Blumen bis zum Verblühen erst einmal stehen lassen – der Garten gewinnt dadurch einen ganz besonderen Charme:

Neuer Außenanstrich 2024

Bereits seit Jahren geplant, aber ohne die notwendigen vorausgehenden Abriss- und Reparatur-Arbeiten noch völlig unsinnig, haben wir in diesem Frühjahr endlich mit einem neuen Außenanstrich unserer Gartenlaube begonnen. Der Geräteschuppen, die Terrassenwände sowie der umlaufende Dachkasten waren nun völlig erneuert worden, so dass jetzt die Malerarbeiten unter Berücksichtigung der Vegetationsabläufe und der Terrassennutzung in einer ganz bestimmten Reihenfolge eingeplant werden musste:

Zunächst waren hier die West- und die Südseite der Laube fällig, bevor der Wein ausschlägt, die Laubenwände überwuchert und auch die Familie die sonnige Terrassenfläche nutzt. Das endgültige Farbkonzept stand nun fest, die Schwedenfarbe war auch schon beschafft – nun musste die Laube nur noch einmal rundherum mit Hochdruck vorgereinigt werden, bevor dann ein Erstanstrich erfolgen konnte:

Dann begann der Erstanstrich auf der Westseite und zog sich über die Süd- bzw. Terrassen-Seite gen Osten fort:

Weiter ging es über die Ostseite und dann zur Nord- bzw. Geräteschuppen-Seite. Eigentlich sollte ja auch mal die Nebentür auf der Ostseite völlig erneuert werden, aber sie ließ sich nach der Entfernung einer alten Insektenschutzgaze und dem Ausspachteln größerer Löcher, die ehemals beim Einbau des kleinen Fensters entstanden waren, noch ganz gut aufarbeiten. Das für die Anfertigung einer neuen Tür notwendige Geld konnt nun für die zwischengeschobene Reparatur des Schuppendachs umdisponiert werden:

Nach dem kompletten Aufbringen eines zweiten Farbanstrichs war endlich der Geräteschuppen dran. Zunächst musste noch die Dachpappe beschnitten und einige Fehlstellen im Holz ausgespachtelt werden. Danach wurden die Seitenwände, die Front und die Türen mit einem Erstanstrich versehen:

Da sich die weißen PVC-Fenster auf der östlichen und westlichen Lauben-Stirnseite auf dem hellgrünen Hintergrund nicht kräftig genug abgehoben haben, wurden für sie noch dunkelgrüne Abblendleisten angefertigt und aufgeschraubt. Damit kann sich die Gartenlaube im neuen Outfit schon einmal sehen lassen:

Nach dem Entfernen des Malerkreppbandes sind auf dem dunkelgrünen Untergrund (insbesondere Fensterrahmen) einige Fehlstellen entstanden – vermutlich hatte die Sommerhitze dafür gesorgt, dass der Kleber des Kreppbandes mit der Leinöl-haltigen Schwedenfarbe eine Verbindung eingegangen ist, aber vielleicht hätte der alte Farbuntergrund auch noch besonders vorbehandelt werden müssen ? Diese Fehlstellen wurden zwischzeitlich ausgebessert.

Und wie ging’s nun weiter ? Es mussten noch die bis dahin zurückgestelten zwei Holzfenster dunkelgrün und rundherum die Terrassenwände hellgrün gestrichen werden – damit waren wir mit allen Malerarbeiten im Außen durch:

Insgesamt hatten wir vier Jahre gebraucht, um die Laube schrittweise rundum zu reparieren und schlussendlich mit einem neuen Anstrich zu versehen – das Ergebnis kann sich nun sehen lassen. Zur Krönung bekam die West-Fassade dann noch ein neues Hausnummern-Schild sowie eine Krishna-Tafel:

Reparatur Schuppendach 2024

Bereits in den letzten Jahren haben wir so nebenbei bemerkt, dass das Dach des Geräteschuppens leicht beschädigt sein müsste, aber im Rahmen der äußeren Malerarbeiten oberhalb des Schuppens wurde uns das wirkliche Ausmaß bewusst: Es gab zwei größere Auswaschungen an der Dachpappe infolge zweier Undichtigkeiten in der darüber verlaufenden Dachrinne …

Nun hatten wir zuvor ja schon an der Gartenlaube aufwändig den umlaufenden Dachkasten repariert, der die Seitenbereiche unter dem Wellasbest-Dach und dem darunter liegenden Teer-Dach schützt – mit anderen Worten gibt es hier also zwei übereinander liegende Dachflächen und einen dazwischen liegenden Drempel mit einem insgesamt hervorragenden Wärme- und Nässeschutz. Dieser Aufbau sollte uns dann als Vorlage für die Dachreparatur des Geräteschuppens dienen, d.h. es sollte ein neues Dach aus einem robusten Material über die Dachpappe gelegt werden. Wir haben uns hier recht bald für eine (recyclebare) Trapezblech-Ausführung entgegen einer (schwer recyclebaren) Wellplaste-Ausführung entschieden:

Gesagt – getan. Nach dem genauen Aufmaß, der Skizzierung der Konstruktion und der Material-Beschaffung begannen wir mit der Vormontage des großen Dachpanels aus 3 Trapezblechen und umlaufenden Alu-Winkeln. Die Winkel sollten dem Panel nicht nur eine bessere Steifigkeit verleihen, sondern auch die scharfkantigen Blechränder abschirmen, um bösartige Verletzungen bei versehentlichen Berührungen zu vermeiden. Alle Dinge brauchen so ihre Zeit, aber die Vormontage wurde durch eine defekte Nietzange, in der sich die abgekniffenen Nietnägel immer wieder verklemmten, außerordentlich verzögert. Eine aus dem Baumarkt kurzfristig beschaffte neue und bessere Nietzange verschafte dann auch schnell Abhilfe und das vorgefertige Dachpanel wurde danach vorübergehend geschützt eingelagert:

Schlussendlich musste nur noch das Panel auf’s Schuppendach. Um die Panel-Unterseite durch die vorhandene Dachpappe nicht zu beschädigen und einen belüfteten Zwischenraum (wie beim Laubendach) zu erhalten, schnitten wir noch eine dünne Bautenschutzmatte aus recyceltem Gummi in passende Streifen und legten diese zunächst auf dem alten Dach in passenden Abständen aus. Nun wurden ins vormontierte Dachpanel in regelmäßigen Abständen Bohrungen für die (Spengler-) Befestigungs-Schrauben eingebracht und dann das gesamte Panel auf’s Dach mit den untergelegten Gummistreifen gehoben. Hier mussten das Panel und die darunter liegenden Gummistreifen noch etwas gleichmäßiger ausgerichtet werden, und dann wurde das neue Dach mit zahlreichen Spenglerschrauben gut befestigt – das Ergebnis kann sich jetzt auch sehen lassen:

Garten-Saisonstart 2024

Nachdem wir einen recht milden Winter überstanden haben und uns seit Anfang März auf längere helle und warme Tage freuen können, widmen wir uns nun wieder unserem Kleingarten. Und was war für dieses Jahr geplant … ?

Also – nach den umfangreichen Reparaturarbeiten in den Vorjahren sollte die Laube rundum einen neuen Anstrich bekommen, wobei der Dachkasten und die Fensterrahmen ja schon im letzten Jahr fertiggestellt wurden. Aber bevor diese Arbeiten beginnen, muss erst einmal im Garten selber „Baufreiheit“ geschaffen werden: Es waren nämlich noch (1) die Hecke zum rückwärtigen Nachbarn zu schneiden, (2) der Grünschnitt (von den Ästen und Zweigen der Obstbäume) zu häckseln und (3) der Kompost umzusetzen: 

Der Koniferen-Grünschnitt wurde über eine zentrale Kompostierung entsorgt, weil er für unsere eigenen Kompostboxen zu sauer ist und darin leider nicht verrottet – dafür stellt der Kleingartenverein im Frühjahr und im Herbst große Container bereit.

Bereits bei der Übernahme des Kleingartens von unseren Vorgängern hatten wir den geraden Betonweg abbrechen und durch einen gewundenen Rindenmulchweg ersetzen lassen. Da sich der Mulch im Laufe der Zeit zersetzt, muss es regelmäßig wieder aufgefüllt werden, und dafür ist dann immer unser Häckselgut vorgesehen. Unsere Hunde gehen darauf nicht gerne und schleichen sich im Randbereich vorbei, aber der Mulchweg ist so naturnah, wie es nur irgend geht, und immer trocken, weil das Regenwasser leicht durchsickert.

Der im Laufe der Vorjahre eingelagerte Grünschnitt wird im Frühjahr umgeschichtet und das verrottete Material als hochwertige Komposterde ausgesiebt sowie auf die Gartenbeete verteilt. Ein Zukauf ist nicht nowendig, wobei man sich dann der Reinheit des Materials (z.B. von Düngerresten, Mikroplastik usw.) auch nicht sicher sein kann – unsere Komposterde jedenfalls hat eine von den Regenwürmern hervorragend geschaffene Struktur und riecht auch sehr natürlich.

Nach diesen Arbeiten haben wir uns eine kleine Pause verdient und können demnächst arbeitsteilig unsere geplanten Vorhaben umsetzen – der Eine kümmert sich um die Bau-, Reparatur und Malerarbeiten und der (die) Andere (ich selber) überwiegend um die Pflanzen …