Pfirsich-Eis

Als wir vor vielen Jahren unseren Kleingarten übernahmen, waren wir überrascht, dass hier auch 4 Pfirsichbäume standen, die darüber hinaus noch üppig Früchte trugen. Bis dahin dachten wir immer, dass Pfirsiche nur in südlichen Breiten gedeihen, aber dem ist offensichtlich nicht so. Mittlerweile haben wir nur noch 3 Pfirsichbäume, weil einer vermutlich durch unsachgemäßen Erziehungsschnitt eingegangen ist. Vielleicht hätten wir auch nur ein weiteres Jahr warten müssen, bis der Pfirsich am Boden wieder austreibt, denn er ist an sich sehr wuchsfreudig – nun hat an seiner Stelle ein junger Kirschbaum den Platz eingenommen und auch er trägt schon sehr schmackhafte Früchte …

Wie dem auch sei – die meisten Jahre hatten wir eine üppige Pfirsichernte, wobei wir so viele Früchte selber nicht verwerten konnten, so dass wir oftmals eine gewisse Menge verschenkten. Einlagern ist wegen des schnellen Zerfalls nicht möglich, Einwecken, Einfrieren und zu Konfitüre verarbeiten wegen unserer eingeschränkten Lagermöglichkeiten und auch des mäßigen Verzehrs auch nicht sinnvoll. Aber in diesem Jahr hatten wir wieder eine gute Ernte von dem einen Pfirsichbaum, der zuerst und dabei auch noch große Früchte trägt – die anderen Bäume tragen später etwas kleinere und dunklere Früchte. Nun – wohin mit der Ernte ?

Zum Verteilen (Verschenken) blieb überhaupt keine Zeit, doch die Früchte mussten jetzt sehr schnell verwertet werden. Nun hatten wir uns vor einigen Jahren eine kleinere SPRINGLANE-Eismaschine zugelegt, mit der 4 Eisportionen hergestellt werden können, und die kam jetzt zum Zuge: Ich musste dazu zunächst die Pfirsiche zu einem Fruchtmus zerkochen, denn  nach Hildegard von Bingen zählen rohe Pfirsiche zu den sogenannten Küchengiften, und mischte dann Schlagsahne und Zucker dazu, um eine Eis-Rohmasse zu erhalten. Dann wurde diese in die Eismaschine gefüllt, die uns nach gut 40 Minuten ein cremiges und sehr schmackhaftes Pfirsich-Eis „zauberte“ – nun schaut selbst:

Biber im Tanger

Der Tanger ist ein kleines, etwas trübes und nur 33 km langes Flüsschen im Bundesland Sachsen-Anhalt, das in Tangermünde in die Elbe einfließt. Der Tanger durchquert ca. 20 km zuvor die Kleinstadt Tangerhütte und lieferte dort bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts reichlich Wasser für das alte Eisenhüttenwerk, das bis ca. 1990 noch weitaus mehr als Eintausend Menschen als Former, Eisengiesser u.a.m. beschäftigte …

Das kleine Flüsschen zieht in nur 10 Meter Entfernung direkt an meinem Elterhaus vorbei – ganz gemächlich, wenn es im Frühjahr glücklicherweise kein Hochwasser gibt – und verschwindet in einen sehr grossen Waldgebiet. Überhaupt gibt es hier viel Wald, und man sollte vermuten, dass sich gerade dort scheue Wildtiere verstecken. Aber dass sich Biber flussaufwärts durch Tangerhütte trauen, ganz unbekümmert spielen und sogar Junge zur Welt bringen, hätte ich auch nicht erwartet:

Ein Fenster-Gast

Silbermöwen: Nett oder nicht – darüber streiten sich gerade an den touristisch sehr erschlossenen Küstenorten und im nahe gelegenen Hinterland die Leute, und dieser Streit endete vor wenigen Jahren in einer amtlichen Entscheidung, das Füttern von Möwen bei Strafe zu verbieten (siehe hier). Doch für die „Alteingesessenen“ gehörten die Möwen immer schon zum Alltag, so wie auch die nächtlich lauten Hammerschläge beim Richten von Schiffbauteilen auf den Werften …

Nun ja – die Brut- und Ruheplätze der Möwen auf der Warnemünder Mittelmole wurden zugunsten einer größeren Hafeneinfahrt einfach abgetragen und das Geschrei, Koten sowie der Mundraub am Alten Strom ging den Touristen so sehr auf die Nerven, dass man sie mit (meiner Meinung nach dümmlichem) amtlichen Getue zu vertreiben versucht. Aber weit gefehlt – den besseren „Überblick“ haben naturgemäß immer noch die Möwen – oder etwa nicht ?

Hier also ruht sich gerade einmal eine Silbermöwe auf unserem Balkon aus. Soweit sie nicht auf die Wäsche kotet und draußen nicht die Müllcontainer nach etwas Fressbarem durchstöbert und dabei alles um sich herum verteilt, soll sie’s ruhig machen – wir sind ja nicht alleine auf der Welt, und wir leben hier an der Küste:  

Dinkel-Fladenbrot

Ich bin zwar keine militante Vegetarierin, verarbeite und esse jedoch sehr viel Gemüse. Bei Brot, Brötchen und Kuchen war ich bisher auch nicht unbedingt eine Kostverächterin, aber das hat mit den Jahren auch so seinen Tribut mitgefordert … wenn Ihr wisst, was ich meine. Nicht nur mir ist mit der Zeit aufgefallen, dass die gekauften Backwaren optisch und geschmacklich zwar immer verlockender sowie auch teurer wurden – ich fühlte mich zunehmend energieloser und hatte manchmal sogar Sodbrennen. Wer weiß wirklich, was die Großbäckereien alles so verarbeiten und nicht offiziell ausweisen (müssen), aber bereits alle Backtriebmittel machten mir zunehmend zu schaffen. Und so reifte in mir der Gedanke, es zumindest einmal mit dem Selberbacken von Brot und Brötchen zu versuchen …

Das brauchte allerdings noch eine gewisse Vorbereitungszeit, denn Getreidemühlen sind nicht gerade billig, Getreidekörner sollten auch beschafft werden und die Rezepte … ? Irgendwann kam ich auf die Idee, mir doch eine Getreidemühle zuzulegen, die zu meiner bereits vorhandenen Küchenmaschine passte, und tatsächlich fand ich dafür auch eine. Ich wollte mich zunächst mit der Verarbeitung von Dinkelkorn befassen, welches für mich relativ leicht beschaffbar war, so dass nur noch geklärt werden musste, wie die Brote und Brötchen am besten gebacken werden sollten …

Dann fiel mir ein, dass in vielen Kulturen, wie z.B. in Indien, Afrika oder Südamerika, zumeist einfache Fladenbrote gebacken wurden, was ja auch weitaus schneller als in einem Backofen zu bewerkstelligen war. Damit stand dann fest, dass ich es jetzt mal mit Fladenbroten versuchen sollte. Hier nun mein ganz einfaches Rezept für in der Pfanne gebackene schmackhafte Dinkel-Fladenbrote für 2 Personen:

Zutaten: ca. 200 g Dinkel-Korn, jeweils 1 Prise Salz und Gewürzkräuter nach Wahl (z.B. Koriander, Kümmel, Kräuter der Provence), 2 EL Olivenöl und etwas Wasser (sparsam) für den Teig, 2 EL Olivenöl für die Pfanne.
Zubereits- und Backzeit: ca. 15-20 Minuten

Und so schaut’s dann aus:

 

Dinkelkorn zu etwa 3 Teilen fein, etwas grober und grob mahlen, Gewürze beim Mahlen eventuell mit hinzufügen oder erst danach. Nach dem Mahlen etwas Salz und 2 EL Öl hinzugeben und mit wirklich schrittweise sparsamen Wasserzusatz den Teig von Hand bzw. mit Holzkelle durchkneten. Teig ein paar Minuten ruhen und durchziehen lassen, zwischenzeitlich in einer warmen (nicht zu heißen) Pfanne ca. 1-2 EL Öl auslassen. Dann den Teig in der Pfanne behutsam zu einem Fladen ausbreiten, nach ca. 1-2 Minuten vierteln und nacheinander wenden. Hitze kann jetzt noch weiter reduziert und die Brotfladen ca. 5-7 Minuten ausgebacken werden …

Das relativ weiche Brot ist recht nahrhaft, so dass 1-2 Viertel je Person und Mahlzeit genügen. Es kann mit jedem Belag versehen, pur verzehrt oder z.B. in Suppen mit hinein gebrochen werden – na dann guten Appetit !

Ein Neuanfang nach FACEBOOK …

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02.03.2015 – Nachdem ich mich jetzt schrittweise von FACEBOOK löse, entsteht hier frei von fremder Einflussnahme meine ganz eigene private Website. Über die Gestaltung bin ich mir zwar noch nicht ganz im Klaren, zumal WORDPRESS dafür nahezu unendlich viele Möglichkeiten bietet, aber das wird schon werden. Und außerdem gibt es da noch Jemanden in meiner unmittelbaren Nähe, der mir hierbei in allen Punkten sehr gut helfen kann …